Jesus Christus - gestern - heute - morgen
Als mein zweites Kind zweieinhalb Jahre alt war, war meine Ehe am Boden. Ich spielte die glückliche Ehefrau für alle Leute – sogar für meinen Mann, lebte dabei aber nur noch für meine Kinder. Die Schuld, warum meine Ehe am scheitern war, gab ich meinem Mann. Meine Schwester lud mich immer wieder in eine Freikirche ein. Damals war ich überzeugt, dass ich keine Kirche brauchte. Ich war schliesslich ein anständiger Mensch, der am Abend, vor dem Schlafengehen, betete. Meine Schwester gab keine Ruhe. Eines Tages ging ich ihr zuliebe in eine Freikirche. «Ihr erwischt mich nicht», mit diesem Grundgedanken betrat ich die Kirche. Die Predigt war allerdings wie für mich zugeschnitten. Ich konnte nicht verzeihen, ich wollte keine Fehler zugeben, ich dachte, dass ich besser als die andern sei, ich war hochmütig. Der Prediger sagte: «Wir sind alle Sünder, es ist keiner besser als der andere, und wer ohne Fehler dasteht, der soll den ersten Stein werfen». Diese Worte trafen mich wie Schwerter. Ich fing an zu weinen, denn meine Selbsterkenntnis war gewaltig und tat sehr weh. Der Prediger kam am Ende der Versammlung auf mich zu und sagte mir, dass Jesus mich liebt und Zeit für mich hat. Es war für mich sehr schwer zu glauben, dass Jesus ein selbstgerechtes und hochmütiges Weib wie mich liebt. Das Beste, was mir im Leben geschehen ist, ist das, dass ich Erkenntnis über meine Person bekam. Ich erkannte, wer ich war. Ich war eine Sünderin, die ohne Gnade andere verurteilte. Jesus hat mir alles verziehen. Er ist für mich und für Dich ans Kreuz gegangen und ist auferstanden, um bei Dir und bei mir zu sein. Jesus nimmt die Sünde und schmeisst sie in den Abfall – alles gebührenfrei. Also: Gehe hin und wirf deine Sünden auf Jesus!

Halleluja!
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Obwohl ich in einer frommen Familie aufgewachsen bin, dauerte es viele Jahre, bis ich selber eine Beziehung zu Jesus Christus fand. Missbrauch, Versagen, Depression, körperliche Beschwerden liessen mich verstummen. Als ich aus der Dunkelheit Gott um ein Zeichen seiner Liebe bat, öffnete er mir den Weg aus der Sackgasse: Ich stand kurz vor dem Rauswurf aus der Ausbildung, da half Jesus mir bei einer Prüfung so viel, dass ich sogar mit „gut“ abschloss und meine Ausbildnerin damit verblüffte. Ebenso war es bei der zweiten Ausbildung: Ausschluss oder es wird besser. Jesus setzte neu ein Zeichen und zeigte sich als Siegender. Ich schloss genau in dem Fach, in welchem ich im Anfang zu schwach war, als Klassenbeste ab. Dies sind nur zwei Beispiele von so vielen, in welchen ich Jesus erlebte als Retter, als Unterstützer, als Heiland. Inzwischen ist mir bewusst, dass Jesus Christus nicht auf mich angewiesen ist, dass es vielmehr Gnade ist, wenn ich mit ihm in Beziehung leben darf. Nein, ohne den Glauben an Jesus Christus könnte ich mir kein Leben vorstellen. ER ist ein gütiger Gott.
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Immer der Beste...
So habe ich es von Kindes Beinen an erlebt: in der Schule, zu Hause, bei Bekannten und Freunden. Es ging alles gut, ich war immer der Beste und ich fand es auch sehr angenehm und gut so. Ich erreichte, was ich wollte. Ich bekam, was ich wollte. Ich konnte der sein, der ich wollte. Mein Wille war Trumpf. Alles war nur für mich, was ich tat. Erst als Jugendlicher ging mir in einem Gottesdienst ein Licht auf: ich lebe auf Kosten aller anderen. Ich beute z.B. meinen Bruder aus, der anders ist und z.B. nicht so gut Fussball spielte, wie ich. Ich lebe als der grosse Egoist. Ich habe immer recht. Ich erkannte darin meine Ungerechtigkeit und Schlechtigkeit. Das Schicksal eines Egoisten, der sich nur um sich selbst dreht, ist klar geworden: ohne Gott werde ich früher oder später allein scheitern. Über alles, was ich tue, werde ich vor Gott Rechenschaft ablegen. Gott hat mir aber die Entscheidung überlassen: allein für mich zu leben oder aus seiner Vergebung als Nachfolger von Jesus Christus, d.h. als Christ. Ich überwand mich und begann ein neues Leben, ein Leben, das durch die Freiheit bestimmt wird, die ausgelöst ist von Jesu Tod und Auferstehung. Ich lebe nicht allein mehr und nur für mich. Natürlich wurde ich in Studium und Beruf nicht schlechter. Ich bekam ein Stipendium für Hochbegabte und machte entsprechende Abschlüsse in Physik, Mathematik und andere Universitätsdiplome bzw. die Promotion. Es geht mir nun aber auch leicht von der Hand, wenn ich einmal etwas für andere tun darf. Natürlich versuche ich immer wieder etwas von dem weiterzugeben, was Gottes Liebe mir schenkt. Und ich kann sogar immer wieder mit der Kraft Gottes rechnen, die mir bei allen menschlichen Schwierigkeiten hilft.
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